Zwischen Körper und Weite
Die beiden Arbeiten treten in einen leisen, aber spannungsvollen Dialog über Nähe und Distanz, Präsenz und Auflösung.
Das linke Werk zeigt skizzenhafte Frauenfiguren in unterschiedlichen Haltungen. Die Zeichnungen sind bewusst fragmentarisch, fast tagebuchartig. Linie und Farbe bleiben offen, suchend, nicht abschließend definiert. Die Körper wirken entspannt, ungeschützt, bei sich selbst. Es sind keine idealisierten Figuren, sondern beobachtete Momente – Pausen, Liegen, Sitzen, Drehen.
Die Offenheit der Skizze betont das Menschliche: Verletzlichkeit, Ruhe, Selbstverständlichkeit. Der Blick ist nah, respektvoll und nicht bewertend.

Dem gegenüber steht das rechte Bild mit einer radikal veränderten Perspektive: Der Blick von oben auf zwei Surfer im offenen Wasser schafft Abstand und Weite. Die menschlichen Figuren erscheinen klein, fast beiläufig, eingebettet in die Bewegung des Meeres. Das Wasser dominiert die Bildfläche – tiefes Blau, Lichtreflexe, Strömungen.
Hier wird der Mensch Teil eines größeren Rhythmus, getragen von Kräften, die ihn übersteigen, ohne bedrohlich zu wirken.
In der Gegenüberstellung entsteht ein Spannungsfeld zwischen Intimität und Überblick, Körperlichkeit und Auflösung, Stillstand und Bewegung.
Während das linke Werk Nähe und Selbstwahrnehmung thematisiert, öffnet das rechte Bild den Raum – hin zu Freiheit, Vertrauen und Loslassen.
Gemeinsam erzählen die Arbeiten von unterschiedlichen Zuständen des Seins:
bei sich sein – und Teil von etwas Größerem.

Artwork information:
Art Size: A4
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Materials: Watercolor on Cotton Paper
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